Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben

Über die heilende Wirkung der Kunst: Dr. Sylvia Kernke stellt neue virtuelle Kulturplattform Vivars vor

16. September 2013 | Von | Kategorie: Feuilleton 

Sie bilden das Team, das hinter der  Vivars-Plattform steht: Akademieleiterin  Dr. Sabine Bläsing, Lektorin Sarah Zimmermann, Initiatorin Dr. Sylvia Kernke, Programmierer Hendrik Preuß, Datenschutz-Berater Stephan Moers, Video-Profi Elias Köhler und Moderatorin Yvi Grädtke (v.l.). Foto: Stephan Kernke	Ich habe schon verschiedene Kunstprojekte in der Region initiiert. Dazu zählte die Dorf-Eigen-Art. So konnte ich beobachten, wie Kunst Menschen zusammenbringt“, berichtet Dr. Sylvia Kernke. Menschen, die ansonsten wenig Zugang zur Kunst gehabt hatten, hätten sich plötzlich mit dem Kreativen und dessen Kunst identifiziert, hätten sich damit auseinandergesetzt. So seien grenzübergreifende Freundschaften entstanden – unter anderem nach Frankreich und Korea. „Die Kunst führt zusammen“, freut sich die Nordhessin.

Über zwei Jahre Vorlaufzeit
Nun landete Kernke ihren neuen Coup. Denn im Kasseler Planetarium wurde die Kulturplattform Vivars aus der Taufe gehoben. Es handelt sich um ein innovatives Forum für Kunstinteressierte, Künstler und Kulturanbieter. Vivars.com präsentiert sich unabhängig, nicht kommerziell ausgerichtet und überregional aktiv. Ein gemeinnütziger Verein fördert die Plattform. Die Institution trägt den Namen Vivars Zentralverband zur Förderung von Kunst, Kultur und Kreativität.

In drei Sprachen umfasst die Plattform aktuelle Berichte, einen kostenlosen Event-Kalender sowie die ausgeklügelte Kultur-Suchmaschine. Ergänzt wird das Ganze durch ein interaktives Lexikon für Kunst, Künstler, Kulturprojekte und -anbieter bzw. den virtuellen Marktplatz für kostenlose Kleinanzeigen. Eine Akademie, das Stellen- und Ausschreibungsportal sowie Kulturreisen runden die Vivars-Palette ab. Kurzfristig soll das Konzept durch einen Online-Shop ergänzt werden. Darüber können die Kreativen ihre Werke vermarkten. Registrierte Künstler, so die Planungen, werden die Möglichkeit erhalten, Ateliers und virtuelle Räume einzurichten, die Interessenten besuchen können. „Wir eröffnen die Chance, Bilder zu platzieren und auf Videos zu verweisen“, macht Akademieleiterin Dr. Sabine Bläsing deutlich.

Ein Wettbewerb zum Thema „Heilkunst – die Kunst der Heilung“ zählt zu den ersten Vivars-Projekten. Hier werden Kreative aufgefordert, sich mit ihrer Kunst im Sinne der Heilung zu engagieren und sich an der aktuellen Ausschreibung zu beteiligen. Registrierte Nutzer sollen den Künstler ermitteln, der nach ihrer Meinung das Thema „Heilkunst – Kunst der Heilung“ am besten umsetzt.

Registrieren und kostenlos nutzen
Wer Künstler auf der Plattform sucht, muss keine Provisionen zahlen. „Denn wir freuen uns, wenn Künstler vermittelt und gefunden werden“, betont Kernke. Ihr ist es ein Anliegen, dass Künstler eine noch größere Akzeptanz in der Gesellschaft erhalten und sich von ihrer Arbeit ernähren können.


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