Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben

Vom Heuboden zum Marketing

7. Februar 2013 | Von | Kategorie: Porträt 

Manager Jens Jonsson betreut die über 150 Sponsoren der Kassel Huskies

Seit 14 Jahren schlägt Jens Jonssons Herz für die Kassel Huskies. „Die Faszination für das Eishockey hat nicht mehr losgelassen“, schwärmt der Nordhesse. Foto: nhVor 14 Jahren mischte sich Jens Jonsson erstmals auf dem so genannten Heuboden, der Stehtribüne der treuesten Fans, unter die Anhänger der Kassel Huskies. Da war es um ihn geschehen. „Seither schlägt mein Herz für den Verein. Seither hat mich die Faszination des Eishockeys nicht mehr losgelassen“, schwärmt er. Diese Begeisterung gibt Jonsson jetzt weiter.

Im Mai 2011 stieg der Nordhesse auch beruflich auf den Schlitten der Huskies. Er kümmert sich um Marketing und Vertrieb. Einen hohen Stellenwert hat die Akquise und Betreuung der mittlerweile mehr als 150 Sponsoren – Unternehmen aus der Region, die den Eishockeyklub fördern. Vor allem geht es darum, die Sponsoren untereinander zu vernetzen. Die Unternehmer und Unternehmen, die ganz unterschiedlichen Branchen angehören, sollen sich (besser) kennen lernen – etwa beim gemeinsamen Besuch von Arthur Abrahams Boxkampf um die Weltmeisterschaft in Berlin.

Doch es geht auch ohne lange Anreise. So treffen sich die Sponsoren einmal im Monat zu ihrem Stammtisch; 30 bis 40 Teilnehmer sind regelmäßig mit von der Partie. Jonsson macht deutlich: „Das ist etwas anderes als die Treffen und Gespräche im VIP-Raum in der Eissporthalle.“ Während der Zeitrahmen am Rande des Spiels mitunter recht begrenzt ist, können sich die Förderer beim Stammtisch in aller Ruhe austauschen.

Das Sponsoring kann ganz unterschiedliche Umfänge haben. Der Bogen spannt sich von der kleinen Druckerei, die sich darauf beschränkt, Schriftstücke und Publikationen wie das Stadionheft herzustellen, und reicht bis zum Hauptsponsor OTC aus dem Volkswagen-Konzern.

Zweite Bundesliga als Ziel
Der Vertrieb und das Marketing sind Jonssons Metier. Fünf Jahre war er für die Hessische Allgemeine aktiv. Dann wechselte der dunkelhaarige Lockenkopf zur Sportagentur Schmidts, bevor er beim KSV Hessen Kassel andockte, wo Jonsson ebenfalls in Sachen Marketing tätig war. „Als sich die Chance eröffnete, ins Team der Huskies einzusteigen, habe ich nicht lange überlegen müssen“, blickt er zurück.

Auf sportbegeisterte Unternehmer sind die Kassel Huskies angewiesen. Ihr Anspruch ist es, hochklassiges Eishockey zu zeigen – „und dazu braucht man einen entsprechenden Etat“, bringt es der Akquisiteur auf den Punkt. Neben den Förderern sind die Fans aus Jonssons Sicht die zweite zentrale Säule der Schlittenhunde.

Jonsson hat sich auf die Fahnen geschrieben, dafür zu sorgen, dass sich die Unternehmer untereinander erfolgreich vernetzen. Dafür ist er mitunter an sieben Abenden in der Woche unterwegs. „Das gehört dazu“, meint der gebürtige Kasseler lakonisch und verweist darauf, dass auf das Saisonfinale eine Phase folgt, in der es ruhiger zugeht.

Perspektivisch wünscht er sich, dass sein Team wieder in die nationale Bel Etage vorrückt. Nicht die Deutsche Eishockey-Liga, DEL, soll es sein, aber die Zweite Bundesliga. „Das sollten wir, mit der Stadt und Region sowie den Sponsoren im Rücken, auch schaffen können. Da gehören wir hin“, formuliert Jonsson das Ziel.

Seine knapp bemessene Freizeit verbringt der 42-Jährige am liebsten zusammen mit seiner Lebensgefährtin. Zum sportlichen Ausgleich schwingt er sich auf sein Montain-Bike und fährt durch die Wälder. Gern trifft er gute Freunde. „Dann bleibt das Thema Eishockey mal ganz außen vor“, unterstreicht Jonsson.


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